Die Kozarderfalle

Das Anwachsen der Rotfuchspopulationen in Europa stellt für die Fachleute des Naturschutzes und der Wildbewirtschaftung ein sich immer mehr ausweitendes Problem dar. Insbesondere die erhöhte Populationsdichte bedeutet eine echte Gefahr sowohl für die geschützten als auch für die jagdbaren Bodenbrüter unter den Vögeln, desweiteren spielt sie bei der Ausbreitung einer der gefürchtetsten Zoonosen, des Fuchsbandwurmes (Echinococcus multilocularis Leuckart, 1863) eine Rolle.

Das Eindämmen eines weiteren Ansteigens der Rotfuchspopulationen sowie die Verringerung der Populationsdichte stehen im Interesse des Naturschutzes, der Wildbewirtschaftung sowie der Tier- und Humangesundheit.

Die Kozarder-Falle ist eine das Tier schonende, selektiv wirkende und sogleich effektive Lebendfangeinrichtung, welche erfolgreich zur Dezimierung des in Erdbauen lebenden Haarraubwildes Anwendung findet. Durch den in ihrer eigenen Kategorie vorherrschenden günstigen Preis, ist die Falle mit geringem Kostenaufwand in das eine regionale Bestandssenkung erreichende Netzwerk harmonisch einzubauen. Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung ist, dass für die in den Kunstbau eingebaute Falle nicht die Notwendigkeit des Anluderns besteht, da besonders während der Ranzzeit sowie beim Beziehen der Baue vor dem Wölfen, die zum Territorium gehörenden Baue durch den Fuchs begangen und kontrolliert werden.

Es ist ausreichend, innerhalb eines Territoriums einzig und allein eine Kozarder-Falle an einer dafür gut ausgewählten Stelle unterzubringen, um den Großteil der ihre Baue einnehmenden Rotfüchse zu fangen. Die auf ein Minimum reduzierte Bestandsdichte des Fuchses gefährdet somit weit weniger das Überleben sowie den Bruterfolg der Bodenbrüter. Mit der Migration aus den nicht „behandelten“  Fuchsbeständen ist erst im Herbst nach erfolgreicher Aufzucht der Welpen zu rechnen.

Der hohe Grad der Selektivität und die schonende Funktion ermöglichen einen idealen Einsatz der Falle in von Menschen dicht besiedelten bzw. häufig aufgesuchten Gebieten. Aus Sicht des Tierschutzes ist unbedingt hervorzuheben, dass zum Sprengen der gefangenen Füchse aus  dem Kunstbau keine Bauhunde benötigt werden.

Die regelmäßige (tägliche) Kontrolle der Kozarder-Falle wird durch das auch aus reichlicher Entfernung gut erkennbare, farbige Signalzeichen gewährleistet. Darüberhinaus besteht an dem Bedienungskasten der Falltür die Möglichkeit der einfachen Anbringung einer mobilen Alarmeinrichtung, wodurch der auf eine Falle entfallende Zeit- und Kostenaufwand der Überwachung weitaus günstiger gestaltet werden kann.